BadM:

Abkürzung für Briefe an die Mutter.

Dabei handelt es sich um fiktive Briefe sehr persönlicher Natur, die natürlich niemals den realen Empfänger erreichen werden.

Manche bezeichnen diese Vorgehensweise als therapeutische Maßnahme. Ich betrachte es als Notwendigkeit, nicht nur, um ein für alle Mal alles loszuwerden. Der Grund, weshalb ich einen Schritt weiter gehe und das Ganze auch noch veröffentliche, liegt in der Selbstdisziplinierung. Diese Briefe kosten mich sehr viel Zeit und Kraft, doch sie sind für mich der einzige Weg, eine längst überfällige Ordnung in meine Gedanken- und Gefühlswelt zu bringen. Ich weiß nicht, ob die Welt gerade solche Zeilen braucht. Aber ich brauche das Gefühl, sie in die Welt hinaus zu entlassen. Dazu muss ich mir ein Mindestmaß an Mühe abringen, sie in eine verständliche Form zu bringen.

Mein ganzes Leben lang fühlte ich mich falsch, mit diesem unaussprechlichen Geheimnis in der Hinterhand. Von Natur aus zurückhaltend agierend hat dieses Gefühl dazu beigetragen, dass aus mir ein über die Maßen verschlossener Einzelgänger wurde, den kaum jemand versteht.
Ein Außenseiter, wie er im Buche steht, den nichts romantisch-verklärtes hervorhebt.
Den meisten Menschen, denen ich begegne, erscheine ich seltsam und als „schwer zu fassen“.
So ist das titelgebende Pseudonym auch Programm.

Dies sind die Zeilen einer Frau, die glaubte immer nach vorne zu schreiten, während sie sich unbeirrt im Kreis bewegte. Manchmal machen Verrat und Verlust nicht stärker, sondern taub und stumm. Eine Anti-Heldin berichtet.


Hinweis: Expliziten Darstellungen sollen vermieden werden. Dennoch ist dies kein Gang über eine frische Frühlingswiese. Personen mit Tiefenangst lassen den Gullydeckel wohl lieber liegen und sehen sich anderweitig um.

Es gibt da draußen jede Menge hervorragender Blogs, interessant, klug, informativ, differenziert und vor allem frei von Düsterkeit, darunter richtige Feelgood Zufluchten, welche natürlich auch ich zu schätzen weiß. So hoffe ich, sie in Kürze in meinem Blogroll integrieren oder zumindest wertvolle Beiträge rebloggen zu können- sobald ich begriffen habe, wie das vonstatten geht.

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